Nutzung von LLMs
Große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) können hilfreich sein, um Ideen zu strukturieren oder Texte sprachlich zu verbessern. Gleichzeitig werfen sie wichtige Fragen zu wissenschaftlicher Integrität, Transparenz und Verantwortlichkeit auf.
Wir vertreten eine ausgewogene Haltung. LLMs helfen beim Redigieren, beim Skizzieren von Ideen, beim Programmieren und mehr, und sie senken Hürden für Forschende, deren Erstsprache nicht Englisch ist. Sie helfen auch, mit den wachsenden Anforderungen an Forschende umzugehen: Große Konferenzen erhalten inzwischen mehr als 20.000 Einreichungen, was die Begutachtungslast enorm erhöht. In unserem Labor beschränkt sich der Einsatz von LLMs auf redaktionelle und unterstützende Aufgaben. Im Einzelnen:
Studierende und Promovierende
- Erlaubt: Brainstorming, Gliederung und sprachlicher Feinschliff.
- Regelkonformität: Studierende und Promovierende müssen die Regelungen ihres Studiengangs oder ihrer Graduiertenschule befolgen, diese mit dem PI bzw. der Betreuungsperson teilen und für ihre Einhaltung sorgen.
Publikationen
- Erlaubt: Sprachliche Überarbeitung (Grammatik, Stil, Prägnanz).
- Verantwortung: Die Autorinnen und Autoren bleiben voll verantwortlich für Richtigkeit, Originalität und ethische Standards. Nur geprüfte Inhalte dürfen veröffentlicht werden.
- Regelkonformität: Die Nutzung von LLMs muss (a) den Richtlinien der Zeitschrift oder Konferenz und (b) den Regeln der Graduiertenschule entsprechen, wenn die Arbeit Teil einer Abschlussarbeit ist. Wo erforderlich, ist die Nutzung von LLMs anzugeben.
Peer Review
- Erlaubt: Sprachliche Überarbeitung von Gutachten.
- Nicht erlaubt: Unveröffentlichte Manuskripte mit externen Tools zu teilen oder KI zur Erstellung von Urteilen zu nutzen.
- Regelkonformität: Die Begutachtung muss den Regeln der jeweiligen Zeitschrift oder Konferenz folgen, wie sie (hoffentlich) mit der Einladung zur Begutachtung mitgeteilt werden.
Diese Richtlinie kann sich ändern, wenn sich das Feld und seine Regelungen weiterentwickeln.